Alles über Kimchi

Was macht ein perfektes Kimchi aus? Wir klären dich über das gefeierte Superfood auf

Was in Deutschland die Kartoffel ist, ist in Korea das Kimchi: Zu jeder Mahlzeit gereicht, ist der eingelegte Chinakohl das Nationalgericht Koreas. Das frisch-sauer eingelegte Gemüse feiert aber auch bei uns schon seit einiger Zeit sein Comeback – nicht nur wegen seines einzigartigen Geschmacks! Wir wollen euch ein wenig über das gefeierte Superfood aufklären.

Was ist Kimchi?

Kimchi ist ein jahrtausendealtes, konserviertes Lebensmittel, welches aus Korea stammt, und bezeichnet ganz allgemein die Zubereitung von Gemüse durch Milchsäuregärung, wodurch das Gericht einen etwas scharf-sauren Geschmack bekommt. Der Begriff “Kimchi” stammt dabei vom chinesischen Wort “Chimchae” ab, was im Deutschen so viel wie „Gemüse in Salzbrühe einlegen“ bedeutet. 

Ob zu Reis, zur Suppe, mit Fleisch, Fisch, Tofu, zu grünem Gemüse, in den klassischen Dumplings oder sogar zu Pfannkuchen – Kimchi wird in Korea nahezu immer als Beilage gereicht. So verwundert wohl niemanden, dass Kimchi auch als Symbol koreanischer Kultur bezeichnet wird.

Heute ist die Grundzutat des traditionell koreanischen Kimchis vornehmlich Chinakohl, es gibt aber noch unzählig viele weitere Varianten wie z.B. mit Rettich, mit Lauch oder auch ganz eigene Mischungen aus diesen Gemüsesorten. Da jede Familie ihr Rezept hat, wurde Kimchi von Generation zu Generation vielfältiger. 

Für Neulinge ist der Geschmack des milchsauer gegärten Gemüses höchstwahrscheinlich erst einmal ungewöhnlich. Oftmals braucht es einen zweiten, dritten oder gar vierten Happen, bis man sich an den Geschmack gewöhnt. Wir aber versprechen: es lohnt sich, denn ein einmaliges Umami-Erlebnis ist dabei garantiert!

Ein unverzichtbarer Bestandteil der koreanischen Küche

Was ursprünglich ein einfaches Gericht war, das nur wenig gewürzt wurde, hat sich über die Jahrhunderte zu wirklich spannenden Gewürz-Experimenten entwickelt. Bereits seit Beginn der Agrarkultur gilt Fermentation als die natürlichste und gängigste Methode, Gemüse haltbar zu machen.

So wurde Kimchi früher regelmäßig im Herbst eingelegt und in großen Krügen gelagert, um die Familie dann in den kalten Wintermonaten davon ernähren zu können. Dadurch hatten die Menschen ein Lebensmittel mit sehr hohem Nährstoffgehalt, reich an Probiotika und Vitaminen. Vor allem in den sehr kalten nordostasiatischen Ländern wie China, Japan und Korea entwickelten die Menschen daher mit Hilfe von Gewürzen die verschiedensten Rezeptkreationen aus ihren Ernten. Und auch heute noch wird Kimchi in vielen koreanischen Gemeinden gemeinsam eingelegt und untereinander aufgeteilt, sodass jeder Haushalt ausreichend Vorräte für den Winter hat.

Fragt man eine Hausfrau in Korea nach dem milchsauer-fermentierten Gemüse, wird vermutlich jede von ihnen einige Tontöpfe in der Küche oder auf dem Balkon, permanent mit Kimchi – auf ihre ganz persönliche familiär-traditionelle Herstellungsart und Geheimtipps basierend – gefüllt, parat haben. 

In Korea ist Kimchi also nicht nur ein Nahrungsmittel - es ist das Endprodukt einer umfassenden kulinarischen Kultur, von den Verfahren und Techniken zur Herstellung und Lagerung bis hin zu einer breiten Palette von kimchibasierten Rezepten.

So viel Gutes steckt in Kimchi

Doch Kimchi hat schon längst die Grenzen Nordostasiens überschritten: Seit einiger Zeit zieht das gesunde Naturprodukt die Aufmerksamkeit der Menschen in aller Welt auf sich. Neben dem unverwechselbaren Geschmack werden dem fermentierten Gemüse nämlich auch viele positive Eigenschaften auf die Gesundheit nachgesagt.

Was aber macht Kimchi eigentlich so gesund? Das nährstoffreiche Gemüse ist besonders gut zum Darm! Denn die enthaltenen Milchsäurebakterien, auch Probiotika genannt, sind essentiell für ein intaktes Mikrobiom. Und da die Balance dieser mehr als tausend verschiedenen Spezies ganz schön schnell aus dem Gleichgewicht geraten kann, können fermentierte Lebensmittel, die reich an probiotischem Leben sind, einen entscheidenden Beitrag zur Diversität des Mikrobioms leisten, dem eine positive Wirkung auf unser Wohlbefinden nachgesagt wird.

Zahlen und Fakten
  • 100 g Kimchi isst der durchschnittliche koreanische Erwachsene mindestens pro Tag 
  • In Korea gibt es weit über 200 verschiedene Kimchi-Varianten
  • Statt “cheese” wird in Korea vor der Kamera “kimchiii” gesagt
  • 1984, in Los Angeles, und 1988, in Seoul, wurde Kimchi bei den Olympischen Spielen als Essen angeboten
  • Da die Herstellung von Kimchi, Kimjang genannt, so einzigartig ist, wurde die Zubereitungsart 2013 als immaterielles Weltkulturerbe auf die Liste der UNESCO aufgenommen
  • In Korea werden dem eingelegten Chinakohl ganze Straßenfeste gewidmet – beispielsweise wird das jährlich auf dem Seoul Kimchi Festival zubereitete Kimchi im Anschluss an sozial benachteiligte Menschen in Korea ausgeliefert
  • 2019 verkündete die WHO offiziell, dass koreanische Frauen weltweit am ältesten werden – der tägliche Verzehr von Kimchi, also fermentiertem, nicht-pasteurisiertem Gemüse, wird dabei als ein möglicher, positiver Faktor aufgeführt
  • Und damit nicht genug: Unzählige Studien zeigen positive Effekte von Milchsäurebakterien und fermentiertem Gemüse auf die körperliche Gesundheit auf
Das grundlegende Kimchi Rezept

Kimchi selber machen? Das ist gar nicht so schwierig! Denn traditionell wird Kimchi auf die gleiche Art und Weise wie unser altbekanntes Sauerkraut hergestellt: Die klassische Fermentation, also ohne das Gemüse zu erhitzen. Dabei gibt es zahlreiche, unterschiedliche Zubereitungsarten. Aber auch für Fermentations-Einsteiger dürfte das nicht allzu schwierig sein. 

Grundsätzlich wird immer wie folgt vorgegangen: Chinakohl und koreanischer Rettich werden gesalzen, mit rotem Paprikapulver, Knoblauch und anderen pikanten Zutaten geknetet und dann der Fermentation überlassen: Das Gemüse wird für einige Tage bei verschiedenen Temperaturstufen luftdicht in einer Salzlake angesetzt.

In dieser Umgebung beginnen die Milchsäurebakterien, die bereits vorher auf und in jedem Gemüse vorhanden sind, zu arbeiten und produzieren bei der Spaltung der Kohlenhydrate Milchsäure. Das Ergebnis ist ein haltbares und in Textur, Geschmack und Nährwert verändertes Lebensmittel, voll probiotischem Leben. 
Nach der Fermentation, die in der Regel also mehrere Tage bis Wochen dauert, wird das eingelegte Gemüse dann im Kühlschrank gelagert, um den natürlichen Gärprozess nicht weiter in Gang zu setzen.

Übrigens haben wir eine allgemeine Fermentationsanleitung mit einfachen Rezepten zum Durchstarten – kostenlos zum Download für dich.

Rettich-Kohlrabi-Kimchi in Curry

Wir benötigen
400 g Chinakohl
250 g Kohlrabi
3 Frühlingszwiebeln
13 g Meersalz (Faustregel: 2% Salz)
ca. 1 l Wasser
Currypulver
Chiliflocken nach Bedarf

Einmachglas deiner Wahl
Beschwerender Gegenstand 
Große Schüssel
Schneidebrett 
Messer

So gehen wir vor

  1. Wir beginnen damit, den Chinakohl, Rettich, Kohlrabi sowie die Frühlingszwiebeln in dünne Scheiben zu schneiden. Das Gemüse dann in die große Schüssel geben.
  1. Chiliflocken und Currypulver (nach Bedarf), sowie das Salz hinzugeben und alles ordentlich verkneten. Wir verwenden für all unsere Fermente ausschließlich unraffiniertes und unbehandeltes Meersalz – dies würden wir auch dir ans Herz legen.
  1. Bevor Du das Gemüse in das Einmachglas füllst, solltest du dieses am besten zuerst mit kochendem Wasser auswaschen, damit sich während der Lagerung keine Schimmelpilze  im Ferment bilden. Anschließend dann die fertige Mischung fest ins Glas pressen und mit Wasser aufgießen, bis alles ausreichend mit Flüssigkeit bedeckt ist.
  1. Um die Lake luftdicht abzuschließen, sollte (falls kein extra Gärbehälter verwendet wird) ein beschwerender Gegenstand auf das eingelegte Gemüse gelegt werden, sodass der Fermentierungsprozess die nächsten Tage ohne Sauerstoff ablaufen kann.
  1. Das wars auch schon! Jetzt ist geduldiges Warten angesagt. Am Besten lässt du das Gemüse bei Zimmertemperatur und möglichst wenig Lichteinstrahlung für ca. 10 Tage im Glas gären.

Wir wünschen viel Freude beim Fermentieren und Genießen!

Dein Team von Completeorganics

Aber damit nicht genug, jetzt geht es erst richtig los! Falls du Inspiration brauchst: Bei uns findest du auch verschiedenste Rezepte, was du aus unseren Cuts und Condiments oder auch aus deinem selbst hergestellten Ferment alles zaubern kannst.

Schreib uns gerne auf Instagram – zeige uns dein Fermentations-Ergebnis, gib uns Feedback zur Fermentationsanleitung oder gar Ideen für neue Rezeptkreationen – oder schicke uns eine E-Mail an hi@completeorganics.de


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FAQs
Was genau passiert bei der Fermentation?

Fermentation ist ein Prozess, bei dem organische Stoffe (z.B. Kohlenhydrate im Gemüse) durch Mikroorganismen (z.B. unsere Milchsäurebakterien) umgesetzt werden. Verschiedenste, uns sehr bekannte Lebensmittel wie z.B. Käse, Bier, Wein, Kombucha, Sauerteig, Essig, Kefir oder unser altbekanntes Sauerkraut und saure Gurken können daraus resultieren. Aber auch Fleisch oder Fisch kann fermentiert werden – siehe z.B. “Dry-Aged” Fleisch oder Salami.

Im Falle unseres Gemüses wird der biochemische Prozess dadurch angestoßen, dass das Gemüse mehrere Tage bis Wochen bei verschiedenen Temperaturstufen in einer Salzlake vom Sauerstoff abgeschlossen wird. In dieser Umgebung beginnen die, auf und in jedem Gemüse bereits vorhandenen Milchsäurebakterien zu arbeiten und produzieren bei der Spaltung der Kohlenhydrate Milchsäure. Die Milchsäurebakterien machen unser Produkt also lebendig und erfüllen drei Funktionen:

• Die von ihnen produzierte Milchsäure fungiert als natürlicher Konservierungsstoff.
• Somit zeichnen sie sich für den erfrischend sauren Geschmack unseres fermentierten Gemüses verantwortlich.
• Sie erfüllen viele positive Eigenschaften für unseren Körper und unsere Gesundheit.

Sind die Bakterienkulturen nicht gefährlich?

Nein, ganz und gar nicht – das komplette Gegenteil ist der Fall. Viele Studien belegen, dass derartige Ängste nicht angebracht sind, da bei weitem nicht alle Bakterien für unseren Organismus schädlich sind. So sind die meisten unserer lebenserhaltenden Körperfunktionen, allen voran die Verdauung, ohne die Unterstützung von bakteriellen Mikroorganismen gar nicht möglich. Auch wenn es uns nicht so bewusst ist, aber in unserem Körper tummeln sich unzählige gute, sogenannte probiotische Bakterien.
„Probiotische Ernährung“, die aus lebendigen Lebensmitteln wie fermentiertem Gemüse besteht, unterstützt also unseren Körper bei seiner täglichen Arbeit und ist ein wichtiger Zusatz zur, viel zu sterilen und industriellen modernen Ernährung.

Außerdem reduziert die produzierte Milchsäure den PH-Wert unseres Gemüses soweit, dass schädliche Keime wie z.B. Salmonellen oder E-Coli Bakterien keine Chance haben, sich zu bilden – lediglich unsere mikrobiotischen Milchsäurebakterien fühlen sich in dieser Umgebung wohl.

Wie wird unser fermentiertes Gemüse hergestellt?

Bereits vor tausenden von Jahren, als es weder industrielle Herstellung von Lebensmitteln noch künstliche Zusatzstoffe gab, wurde die Methode dazu genutzt, Gemüse haltbar zu machen. Dabei wird das Gemüse zu keinem Zeitpunkt gegart oder erhitzt und ist somit roh behandelt. Es wird lediglich geschält, geschnibbelt, mit den anderen natürlichen Zutaten vermengt und dann in Salzlake eingelegt.

An diesem Prozess hat sich bis heute und bei uns nichts geändert. Unsere Herstellung findet chargenweise in einer kleinen Manufaktur statt. Bei uns laufen die meisten Prozesse in Handarbeit und meist bei echter Vinyl-Musik, deren gute Vibes sich hoffentlich in unser Gemüse übertragen :) Insgesamt erinnert somit – außer hohen Hygiene- und Qualitätsstandards – nur ganz wenig an die moderne Lebensmittelindustrie … und das finden wir auch gut so.

Wo kommen unsere Zutaten her?

Wir verwenden ausschließlich beste, natürliche Zutaten. Soweit es die Erntezeiten von deutschem Gemüse zulassen versuchen wir, unser Bio-Gemüse überwiegend aus regionalem Anbau zu beziehen. Orientalische Zutaten und Gewürze beziehen wir ebenfalls ausschließlich aus Bio-Anbau und fairem Handel.

Da unser Gemüse ohnehin kleingeschnitten und geraspelt wird bemühen wir uns zudem, hauptsächlich “hässlich verwachsenes” Gemüse einzukaufen, das für den Groß- und Einzelhandel direkt nach der Ernte aussortiert wurde und ansonsten auf dem Kompost landen würde.

Wie unterscheidet sich unser Gemüse von handelsüblichen Konserven?

Im modernen Lebensmittelhandel ist „frisch“ fermentiertes Gemüse weitestgehend von Konserven verdrängt worden, die in Massenproduktion hergestellt und vor Auslieferung in die Läden mit Konservierungsstoffen behandelten oder ultrahocherhitzt wurden. Somit entsteht ein Produkt, das bei extrem langer Haltbarkeit ungekühlt im Regal stehen kann – für Hersteller*innen und Handel ein “logistisch einfaches” Produkt. Nachteil ist jedoch, dass dadurch viele Nährstoffe verloren gehen und insbesondere alle probiotischen Milchsäurebakterien abgetötet werden. Auch leidet darunter der Geschmack und die Konsistenz des Gemüses.

Unsere gesunde Alternative findest du ausschließlich im Kühlregal. Den entstehenden Mehraufwand für ein wesentlich komplexeres, lebendiges Produkt nehmen wir gerne in Kauf, da wir nur so die ausgesprochen positiven Eigenschaften unseres Gemüses entwickeln.

Welche positiven Eigenschaften für Körper und Gesundheit können sich durch den regelmäßigen Konsum von fermentiertem Gemüse ergeben?

Wer sich mit gesunder Ernährung beschäftigt, darf das Thema „Fermentation“ auf keinen Fall ignorieren, denn es kann einen wesentlichen Beitrag zu unserer Gesundheit leisten. Bei Integration in die tägliche Ernährung und regelmäßigem Verzehr von fermentiertem Gemüse können sich mehrere positive Eigenschaften für Gesundheit und Körper ergeben.

Fermentiertes …

… ist gut fürs Immunsystem
Im frischen Gemüse vorhandene Vitamine, Enzyme, Mineralstoffe und Spurenelemete bleiben weitestgehend erhalten und während des Gärprozesses entstehen sogar neue: Vitamin C und A, die sehr selten vorkommenden Vitamine B12 und K2, Omega-3-Fettsäuren, Calcium, wertvolle Enzyme sowie natürlich die aktivierten Bakterienkulturen.

Die probiotischen Milchsäurebakterien stärken und unterstützen die Darmflora und tragen damit zu einer grundlegenden Stärkung des Immunsystems – ausgehend von einem unserer wichtigsten Organe – bei.

… ist gut für Darm und Verdauung – Dein Darm dankt’s Dir
Während der Fermentation werden Kohlenhydrate zu Milchsäure abgebaut, weshalb fermentiertes Gemüse im Vergleich zu Rohkost besser verdaulich und bekömmlicher ist. So kann der Körper die zahlreichen Nährstoffe einer Mahlzeit viel besser verwerten. Im Resultat verspürst Du nach einer Mahlzeit mit fermentiertem Gemüse weniger Völlegefühl und Müdigkeit.

Bei einem „empfindlichen Magen“ wirken sich die Milchsäurebakterien zudem regulierend auf Verdauungsbeschwerden wie Blähungen oder Verstopfungen aus – don’t worry, pooh happy!

… kann dazu beitragen, Lebensmittelallergien und -unverträglichkeiten zu lindern
Über die beschriebenen positiven Eigenschaften für den Darm kann der regelmäßige Konsum von fermentiertem Gemüse chronische Beschwerden wie z.B. Laktoseintoleranz, Glutenunverträglichkeit oder Lebensmittelallergien mildern. Zudem hat fermentiertes Gemüse eine regulierende Wirkung bei (chronischem) Sodbrennen.

… unterstützt beim Abnehmen und Diäten
Langfristig wird unkontrollierter Appetit reduziert, indem „schlechte“ Hefepilze im Darm durch „gute“ Milchsäurebakterien ausgetauscht werden. Wenn die Darmflora im Gleichgewicht ist reduziert sich der Heißhunger auf Kohlenhydrate und Süßes. Fermentiertes Gemüse ist von daher ein ideales Lebensmittel zur Begleitung jeglicher Diät und zur Gewichts- & Fettreduktion im Allgemeinen.

… kann zu einem verbesserten Hautbild beitragen
Milchsäurebakterien tragen dazu bei, den Verdauungstrakt zu entgiften und wirken somit im gesamten Körper entzündungshemmend, so auch bei Erscheinungen wie Akne oder Neurodermitis. Der regelmäßige Verzehr von fermentiertem Gemüse kann also zu einem verbesserten Hautbild führen.

… kann einen Beitrag dazu leisten, schwerwiegenden Krankheiten vorzubeugen
Hier wollen wir uns ganz bewusst nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und keine übertriebenen Heilversprechen ausrufen, folgendes wird jedoch vielfach im Zusammenhang mit probiotischer Ernährung beschrieben:

Neben einem hohen Vitamingehalt sind auch zahlreiche Phytonährstoffe in fermentiertem Gemüse enthalten. Diese bioaktiven Substanzen schreiten in unserem Körper antioxidativ, immunstimulierend und gerinnungshemmend zur Tat. Mit diesen Eigenschaften können sie den wichtigsten aller heutigen Todesursachen wie Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegenwirken.

Ebenfalls weisen jüngste Studien darauf hin, dass der regelmäßige Konsum von probiotischen Lebensmitteln die Gehirnfunktion und kognitive Fähigkeiten verbessert sowie vielleicht sogar das Risiko senkt, an Demenz zu erkranken.
Auch gibt es Erkenntnisse, dass sich der regelmäßige Verzehr von probiotischen Milchsäurebakterien aufgrund der vielmals beschriebenen „Darm-Hirn-Achse“ positiv auf die Stressresistenz auswirkt und sogar bei Depressionen hilft. Anlass hierzu gibt die Produktion von Serotonin im Darm – ein Hormon das sich erwiesenermaßen positiv auf die Gemütslage auswirkt.

Wie viel fermentiertes Gemüse sollte ich pro Tag essen?

Um die volle Kraft von fermentiertem Gemüse zu entfalten solltest du langfristig eine tägliche Ration in deine Ernährung einbauen. Dabei reicht es bereits, ca. einen Esslöffel pro Tag zu verzehren. Spätestens wenn sich der Verdauungstrakt nach einigen Tagen auf die probiotische Ernährung eingestellt hat kann man die tägliche Menge aber ohne jegliche Bedenken nach Lust und Laune erhöhen. Aufgrund des Salzgehaltes solltest du jedoch nicht Unmengen unserer Gläser auf einmal verdrücken.

Bereits Kleinkinder können bedenkenlos fermentiertes Gemüse in Maßen zu sich nehmen – auch hier gilt, auf den Salzgehalt zu achten.

Kann fermentiertes Gemüse erhitzt werden?

Natürlich kann man fermentiertes Gemüse auch zum Kochen verwenden. Z.B. gibt es viele leckere Rezepte mit Sauerkraut oder Kimchi, jedoch gehen die meisten Nährstoffe durch das Erhitzen verloren und somit die gesundheitsförderlichen Eigenschaften unseres fermentierten Gemüses. Insbesondere die probiotischen Milchsäurebakterien sterben ab ca. 60 Grad Celsius ab. Von daher empfehlen wir, unser fermentiertes Gemüse stets „frisch“ und roh zu genießen.

Wie kann Completeorganics in die tägliche Ernährung integriert werden?

Completeorganics – Deine tägliche Portion gesund, direkt aus dem Glas mit langer Haltbarkeit und ohne lästiges Schnippeln – lässt sich ganz einfach in deine tägliche Ernährung einbauen, und zwar als …

… schneller Salat direkt aus dem Glas oder als Zutat für eigene Salatkreationen.

… Beilage zu Fleisch, Geflügel, Fisch oder vegetarischen Gerichten.

… Topping für Stullen, Sandwiches, Wraps, Burger, Tacos etc.

Melde dich zu unserem Newsletter an und du erhältst gratis regelmäßige, einfache Rezepte, die Dich in die Welt des fermentierten Gemüses einführen.

Wie lange sind unsere Fermente haltbar und wie werden sie am besten aufbewahrt?

Wir fermentieren unser Gemüse bei verschiedenen Temperaturstufen über mehrere Wochen. Um den, bei unveränderter Temperatur fortdauernden Fermentationsprozess weitestgehend zu “unterbrechen”, kühlen wir unser Gemüse nach Abfüllung in die Gläser konstant auf unter 8 Grad Celsius herunter.

Spätestens an dieser Stelle bedienen sich die meisten Hersteller von eingelegtem Gemüse unnatürlicher Konservierungsstoffe oder -methoden, um eben keine Kühlkette mehr einhalten zu müssen und jahrelange Haltbarkeit bieten zu können. Unser Gemüse gelangt dagegen entlang einer Kühlkette in das Kühlregal Deines Bio-Markts oder über unsere isolierten Pakete (siehe Infos zu Versand & Zahlung) direkt zu Dir nach Hause. Diese Kühlkette solltest Du auch zuhause, durch Aufbewahrung im Kühlschrank für den gesamten Zeitraum der, auf dem Glas angegebenen Mindesthaltbarkeitsdauer einhalten.

Zudem solltest du stets mit sauberen Gabeln oder Löffeln in das Glas gehen und nicht direkt aus selbigem essen. Beim Wiederverschließen am besten darauf achten, das Gemüse am Glasrand wieder herunter zu drücken, sodass keine einzelnen, am Glasrand in der Luft hängenden Stücke schimmeln können. Wenn Du dies einhälst ist das Gemüse auch nach dem ersten Öffnen noch lange im Kühlschrank haltbar – ungeöffnet sogar mindestens vier Monate.

Bitte beachte aber, dass die Fermentation auch bei reduzierter Temperatur nicht ganz gestoppt wird. Ähnlich einem guten Wein oder Käse kann sich der Geschmack durch fortschreitende Reifung über den Zeitraum der Mindesthaltbarkeit etwas verändern – aus unserer Sicht ist dies aber genau das tolle an unserem Produkt :)

Ist es schlimm wenn die Kühlkette unterbrochen wird?

Einmal fermentiert ist unser Gemüse sehr stabil und hält auch einige Stunden oder gar Tage ungekühlt durch – es ist also überhaupt kein Drama, wenn die Kühlkette einmal unterbrochen wird. Schließlich hatten die alten Seefahrer, die durch mitgeführte Sauerkraut-Fässer, oder Koreanische Reiter, die durch ihr Kimchi in der Satteltasche, diversen Krankheiten und Mangelerscheinungen entgegen wirkten, ebensowenig eine Kühlung wie auch Deine Oma nach dem Krieg keine im Keller hatte, dort aber dennoch über Monate ihr Sauerkraut lagerte.

Trotzdem haben wir uns selbst auferlegt, so gut wie möglich eine Kühlkette einzuhalten. Denn steigende Temperaturen führen zu steigender Aktivität der lebenden Milchsäurebakterien (Probiotika) in unseren Gläsern. Dadurch entstehende Gärgase können dann zum Aufblähen des Deckels und Auslaufen der Lake führen. Wie gesagt macht dies der Haltbarkeit unserer Fermente nichts aus, jedoch möchten wir natürlich, dass Dich unsere liebevoll gestalteten Gläser auch in ordentlichem Zustand erreichen.

Was tun, wenn sich der Deckel wölbt und der Inhalt sprudelt?

Da wir die Fermentation nach Abfüllung in die Einmachgläser nicht durch Erhitzen oder Zuführung von Konservierungsstoffen stoppen, sondern lediglich durch Kühlung reduzieren, können weiterhin Gärgase entstehen, die in Ausnahmefällen zu einer Wölbung des Deckels führen. Vielleicht wird es auch sprudeln, wenn Du das Glas zum ersten mal öffnest – das tut aber auch eine Flasche Sekt.

Darum gilt: if your ferment is sparkling like champagne – please don’t panic, that’s just organic!

All dies sind Zeichen für die Lebendigkeit und Bio-Aktivität unseres Produkts und hinsichtlich des Verzehrs völlig unbedenklich. Bist Du dafür nicht bereit empfehlen wir, weiterhin unspannende, sterile und industriell hergestellte Lebensmittel – dein Darm wird es dir nicht danken ;)

Hilfe, auf meinem Gemüse hat sich eine “weiße Schicht” gebildet – was ist das?

Vermutlich ist das kein Schimmel, sondern lediglich harmlose, natürlich entstandene Kahmhefe. Das kann bei frisch fermentiertem Gemüse gelegentlich passieren. Theoretisch kannst Du die Kahmhefe sogar mitessen, wir empfehlen aber, die “befallene” obere Schicht des Gemüses einfach abzutragen – alles was darunter liegt ist wirklich noch völlig bedenkenlos genießbar.

Wie kann ich meine Completeorganics-Gläser bestmöglich recyclen?

Unsere Sturzgläser musst Du nicht zwingend wegwerfen – in deinem eigenen Haushalt lassen sich unzählige Verwendungsmöglichkeiten finden. Allen voran können die Gläser in der Küche erneut zum Einsatz kommen, z.B. als Trinkgläser für Cocktails, zum Einmachen von Marmelade oder zur Aufbewahrung von Gewürzen. Sollte der Geruch der Fermente nicht aus dem gespülten Deckeln verschwinden, melde dich bei uns und wir legen Deiner nächsten Bestellung gerne einige frische Deckel bei.

Auch kannst du unsere Gläser aus dem Küchengebrauch heraus total kreativ umfunktionieren – ob zur Aufbewahrung deiner Stifte am Schreibtisch, als Windlicht auf dem Balkon oder als Topf für dein Basilikum am Küchenfenster. Nach Anlauf der Startphase wollen wir hierfür alsbald eine Pinterest-Wall erstellen und dort eure kreativen Ideen sammeln.

Solltest Du keine weitere Verwendung für unsere Gläser finden entsorge sie am besten folgendermaßen: Den Deckel separat in den Verpackungsmüll bzw. in den Gelben Sack werfen. Das Glas in den Weißglas-Container, davor jedoch NICHT ausspülen – “löffelrein” reicht aus. Einmachgläser müssen laut unseren Recherchen nicht sauber in die Sortieranlage oder zur Verbrennung. Das überflüssige Spülen verbraucht lediglich Energie und Wasser und belastet die Umwelt durch den Einsatz von Spülmitteln zusätzlich.

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