Unser Guide für deine Darmgesundheit

Reizdarm, Blähbauch und Sodbrennen – Themen, die für viele von uns zum Alltag gehören, es aber auf gar keinen Fall sollten! Wie du deine Darmgesundheit in die eigenen Hände nehmen und dadurch dein gesamtes Wohlbefinden verbessern kannst, erfährst du in diesem Beitrag
1. Das Darm-Mikrobiom
1.1. Was ist das Mikrobiom?

Unser Mikrobiom setzt sich aus Billionen Bakterien zusammen – zwischen 1 und 2 kg wiegen allein die in unserem Darm – und besteht aus zehnmal mehr Bakterien, als unser Körper Zellen enthält. Dazu zählen wir, neben den Bakterien auf der Haut, in Lunge, Mund, Nase, Rachen und unseren Fortpflanzungsorganen, hauptsächlich die des Darms. Denn 90 - 95% aller im und am menschlichen Körper lebenden Mikroorganismen befinden sich im Verdauungstrakt. Unser Darm und die darin lebenden Bakterien übernehmen zahlreiche wichtige Aufgaben für unser Immunsystem – kein Wunder also, dass das Mikrobiom im Darm sehr komplex ist. Und da es unglaublich wichtig für unsere Gesundheit ist, wollen wir dich mit ihm etwas mehr vertraut machen. 

Der menschliche Darm ist von Natur aus mit Bakterien, u.a. sogenannte Probiotika, besiedelt, welche eine positive Wirkung auf unseren Körper haben. Vorstellen kann man sich das Leben in unserem Darm wie einen Urwald, der von unzähligen Pflanzen und Tieren besiedelt ist, die in Symbiose miteinander leben. Denn ebenso wie dort, interagieren die Bewohner in unserem Darm miteinander. Genau genommen kommen im Darm rund 1000 Bakterienarten vor, die in einer Art Zweckbeziehung miteinander leben und auf die unser Körper angewiesen ist – denn nur mit ihnen sind eine gesunde Verdauung, wie auch die Bildung von bestimmten Vitaminen und Hormonen und ein starkes Immunsystem möglich.

Wenig verwunderlich also, dass man das Mikrobiom mittlerweile oft als ein eigenständiges Organ oder gar als “Bauchhirn” bezeichnet. Diese Region in unserem Verdauungstrakt steht über die sogenannte Darm-Hirn-Achse im regen Austausch mit unserem Gehirn: Ob Stoffe aus der Nahrung für unseren Körper nützlich oder schädlich sind, sowie Signale wie Schmerz oder Übelkeit werden an das Gehirn gesendet – das Spannende ist hierbei, dass die meisten (nahezu 90%) Nervenverbindungen aufsteigend sind. Das heißt, unser Darm sendet mehr Signale, sogenannte Neurotransmitter, an unser Gehirn als andersherum. Dies wiederum erklärt, weshalb ein gutes Bauchgefühl so essentiell für dein Wohlbefinden ist. Ein Reizdarm ist ein Beispiel, bei dem verstärkt Signale für Schmerzgefühl an das Gehirn weitergeleitet werden, wodurch du dich dann unwohl fühlst.


1.2. Billionen von kleinen Helferlein

Ein intaktes Darm-Mikrobiom – durch die Besiedelung mit den "richtigen" Bakterien – bildet die optimale Basis für ein vitales Leben. Denn unsere Mikroben (Bakterien im Darm) übernehmen viel Arbeit, dessen wir uns vielleicht gar nicht so bewusst sind und machen uns zu dem, was wir sind! Die Zusammensetzung deines Darm-Mikrobioms ist dabei nämlich so einzigartig wie dein Fingerabdruck. Es kann zwar zu gewissen Anteilen auch mit dem anderer Menschen übereinstimmen – durch Genetik, unterschiedliche Lebensstile sowie Umweltfaktoren gleicht jedoch keines dem anderen.

Die Darmflora beschreibt dabei die Gesamtheit aller Mikroorganismen in unserem Darm. Diese übernimmt 5 grundlegende Funktionen: 

  1. Ein gesunder Darm ist Voraussetzung für ein gesundes Immunsystem – Abwehr krankheitserregender Keime.
  2. Sie ist wichtig für die Verdauung und Verstoffwechslung unserer Nahrung – wenn die Darmflora nicht gesund ist, können Nährstoffe nicht richtig verwertet werden.
  3. Eine gesunde Darmflora kann die Schleimhaut schützen, sodass Toxine wie z.B. Alkohol und schädliche Abbauprodukte nicht in unseren Organismus gelangen und dort pathogen wirken, also krankhafte Reaktionen wie z.B. Allergien oder Autoimmunerkrankungen erzeugen.
  4. Sie hilft bei der Bildung von Hormonen wie z.B. dem Glückshormon Serotonin und Vitaminen wie z.B. Vitamin K.
  5. Die Gesundheit unserer Darmflora ist eng verknüpft mit unseren Emotionen und der Psyche – am “Bauchgefühl” ist was dran.
1.3. Pro- und Präbiotika in deinem Darm

Wie genau sich ein gesundes Mikrobiom zusammensetzt ist bisher unklar. So ist dieses Thema zwar seit Jahrzehnten bereits Teil intensiver Forschung, jedoch bis heute nicht umfassend verstanden. Neben Diversität der Bakterienarten ist auch das richtige Verhältnis “guter” Bakterien ausschlaggebend für eine intakte Darmflora. Hat man zu viele von den "schlechten" Bakterien, wird von einer gestörten Darmflora gesprochen.

Was aber sind diese guten, sogenannten mikrobiotischen Bakterien? 

Wie bereits erwähnt, sind Probiotika lebende Mikroorganismen, die auf den Menschen gesundheitsfördernd wirken, wenn sie in ausreichender Menge in den Darm gelangen. Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen spezifischen, mikrobiotischen Bakterien, die im menschlichen Darm nachweisbare, positive Effekte hervorrufen: einige Arten werden beispielsweise nach einer Erkrankung (z.B. nach der Einnahme von Antibiotika – dem fiesesten Gegner einer gesunden Darmflora, da dieses nicht in gute und schlechte Bakterien unterscheidet und alle nicht resistenten Bakterien abtötet) eingesetzt. Andere wiederum tragen dazu bei, Entzündungen einzudämmen oder bestimmte Vitamine zu produzieren. Auch gibt es einige Studien dazu, dass mikrobiotische Bakterien zur Verbesserung von Symptomen des Reizdarmsyndroms eingesetzt werden.

Was sind Präbiotika?

Im Gegensatz zu den fleißigen Probiotika sind Präbiotika keine lebenden Organismen. Es handelt sich um Ballaststoffe, die den darmeigenen, gesunden Bakterien als eine Art "Futter" dienen und somit das Wachstum dieser unterstützen. Außerdem blockieren sie die Bindung von gesundheitsschädlichen Bakterien – du solltest sie also nicht auf dem Speiseplan vernachlässigen!

2. Gesundheit beginnt im Darm

Da die Auslöser für Beschwerden wie Sodbrennen, Blähungen und Co. viele Gesichter und Quellen haben können, die Lösung aber oft im Darm zu finden ist, ist es umso wichtiger, sich um den eigenen Darm zu kümmern. Wir verraten dir, wie du deine Darmgesundheit nun in die eigenen Hände nehmen und dadurch dein gesamtes Wohlbefinden verbessern kannst.

2.1. Was beeinflusst dein Darm-Mikrobiom?

Die Billionen von Mikroben, die in unserem Darm leben, sind sehr labil und können durch eine ganze Reihe Faktoren beeinflusst werden. Ob vegetarisch, vegan, Rohkost oder Mischkost: Unsere Ernährungsweise beeinflusst die Zusammensetzung und Aktivität unseres Mikrobioms im Darm. Die Balance dieser mehr als tausend verschiedenen Spezies, durch die die Funktionen des Mikrobioms erst garantiert werden können, gerät leicht aus dem Gleichgewicht: Ob eine Ernährung mit vielen hoch-verarbeiteten Nahrungsmitteln, mit viel Fett, Zucker oder Süßstoffen (die Leibspeise schädlicher Keime), eine sehr fett- und eiweißreiche Ernährung mit viel Fleisch – all das wirkt sich auf unser Darm-Mikrobiom aus. Auch die Einnahme von Medikamenten (insbesondere Antibiotika, Schmerzmittel, Abführmittel oder die Antibaby-Pille) können die Balance unserer Darmflora stören oder gar zerstören. Darüber hinaus aber können auch äußere Faktoren Einfluss nehmen – Seien es die sehr hohen Hygiene-Standards unserer modernen Gesellschaft, die allgemeine Umweltverschmutzung, eine sehr stressige, hektische Lebensweise (auch beim Essen), emotionaler Stress, hoher Tabak- oder Alkoholkonsum oder Bewegungsmangel.

Das heißt nun natürlich nicht, dass man all die oben genannten Faktoren ganz aus seinem Leben streichen muss. Du musst also zum Beispiel keinesfalls komplett auf Alkohol verzichten und auch der alltägliche Stress lässt sich nicht immer vermeiden –jedoch ist es wichtig, diesen so gering wie möglich zu halten. Optimalerweise kümmern sich bei einem intakten Mikrobiom unsere nützlichen, mikrobiotischen Bakterien darum, ein Gleichgewicht direkt wieder herzustellen. Ist unser Körper jedoch regelmäßig (und vielleicht sogar mehreren verschiedenen) “Störern” ausgesetzt, wird es für den Darm schwerer und schwerer sich zu regenerieren. Denn ständige Belastung führt dazu, dass die nützlichen Darmbakterien nicht mehr hinterherkommen.

Zu den wichtigsten Gründen für eine mangelnde Bakterienvielfalt zählen

unausgewogene Ernährung
– eine diverse Ernährung trägt zur Vielfalt deiner Mikroben im Darm bei.
Medikamente
– Antibiotika z.B. verändern unser Darm-Mikrobiom und können es sogar zerstören.
Magen-Darm-Erkrankungen 
– können die Balance unseres Mikrobioms im Darm aus dem Gleichgewicht.
Giftstoffe 
– Ablagerungen und Giftstoffe bilden eine wichtige Lebensgrundlage für "schädliche" Darmbakterien.
Bewegung
– auch das ist besonders wichtig für unsere Darmbakterien, nicht umsonst gibt es den altbekannten Verdauungsspaziergang.
wenig Schlaf / Stress
– Schlafmangel kann das Darm-Mikrobiom schon innerhalb von 24 Stunden stark verändern.
Reisen
– so wandlungsfähig wie es ist, kann sich die Zusammensetzung unseres Darm-Mikrobioms auch an neue Umwelteinflüsse gewöhnen. Gerade beim Reisen kommt es daher schnell zu Veränderungen im Verdauungstrakt.

2.2. Was sind Symptome für ein aus der Balance gebrachtes Mikrobiom?

Es gibt kaum Krankheiten, die NICHT mit einer gestörten Darmflora in Verbindung gebracht werden können. Forscher können längst belegen, dass die körpereigene Abwehr bei geschädigter Darmflora geschwächt ist.

Die Ursachen für ein fehlendes Gleichgewicht sind genauso vielseitig wie ihre Symptome. Dabei gilt es aber zu beachten, dass nicht jede der oben aufgeführten Auswirkungen direkt Rückschluss auf eine gestörte Darmflora zulässt. Kopfweh, Trägheit, Ausschlag etc. können immer auch von etwas Anderem herrühren.

2.3. Wie kannst du deine Darmgesundheit fördern? 

Hast du das Gefühl, dass dein Darm-Mikrobiom aus dem Gleichgewicht geraten ist? Verdauungsprobleme, Müdigkeit oder vermehrter Heißhunger machen dir zu schaffen?

Die mikrobiotischen Bakterien in fermentiertem Gemüse tragen positiv zum Aufbau einer intakten Darmflora bei! Wir nennen es “Samen pflanzen” – Durch Fermentation hergestellte Lebensmittel, wie z.B. Kimchi, Tempeh, Kombucha, aber auch Joghurt stecken voller mikrobiotischem Leben und helfen, dein Darm-Mikrobiom zu regenerieren und eine gute Balance zu schaffen! Um von der Wirkung der kleinen Helfer zu profitieren, solltest du jedoch immer darauf achten, dass das Produkt wirklich fermentiert und nicht einfach mit Essig sauer gemacht oder sogar anschließend für längere Haltbarkeit wärmebehandelt wurde. Dadurch nämlich bieten diese Lebensmittel keinen positiven Nutzen mehr für die Diversität deines Darm-Mikrobioms, was beispielsweise bei konventionell hergestellten Lebensmitteln – gerade bei Joghurt – fast immer der Fall ist.

Unsere Cuts und Condiments, bei deren Produktion wir bewusst auf Erhitzung verzichten, machen es ganz einfach, die tägliche Ernährung noch gesünder zu gestalten. Gänzlich ohne Zusatzstoffe, dabei aber mit vollem Nährstoff- und Vitamingehalt des frischen Gemüses, welches darüber hinaus voller mikrobiotischem Leben ist. Du musst deine Ernährung also nicht komplett umstellen – es reicht schon, jeden Tag etwas von unseren Kimchis, Sauerkraut und Co. in deinen Speiseplan zu integrieren. Und wir versprechen dir, das kulinarische Umami-Geschmackserlebnis wirst du bald bei keinem deiner Leibgerichte mehr missen wollen!

mehr Inspiration für Rezepte mit unserem fermentierten Gemüse findest du auf unserem Rezepteblog

Mit diesen Schritten kannst du zur Vielfalt der Bakterien in deinem Darm beitragen

  1. Integriere probiotische Lebensmittel – (nicht pasteurisiertes) fermentiertes Gemüse, Kombucha, Kefir und Co. unterstützen durch die darin enthaltenen Bakterien deinen Darm
  2. Ballaststoffreich essen – Präbiotika wie Leinsamen, Flohsamenschalen und Co. sind Futter für unsere Darmbakterien und helfen deiner Verdauung
  3. Nach dem Aufstehen ein Glas lauwarmes Wasser mit dem Saft einer halben Zitrone trinken – das kurbelt direkt nach dem Schlafen (wenn der Körper den Großteil der Entgiftung macht) die Darmaktivität an
  4. Bewusstes Essen – lass dir Zeit und kaue dein Essen sorgfältig, gut gekaut ist halb verdaut
  5. Vielfältiges Essen – eat the rainbow und bring kulinarische Abwechslung in deinen Speiseplan
  6. Regelmäßig Sport – auch die billionen Mikroorganismen in deinem Darm werden bei zu wenig Bewegung träge
2.4. Dein Darm-Mikrobiom bestimmt, wie du dich fühlst

Die Gesundheit unserer Darmflora ist also mit so einigen Vorgängen im Körper eng verknüpft. Ob das wunderbare Gefühl von Schmetterlingen im Bauch, das Nervenflattern, das uns den Appetit raubt, oder Entscheidungen, die voller Überzeugung aus dem Bauch heraus getroffen werden – die Bewohner unseres Darms haben großen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Und neben unserer Gesundheit, unseren Emotionen und der Psyche beeinflusst die Zusammensetzung unseres Darm-Mikrobioms sogar das Körpergewicht.

Man merkt also, die richtige Darmfürsorge spielt eine bedeutende Rolle – unser fermentiertes Gemüse, das voller mikrobiotischem Leben steckt, hilft dir auf dem Weg zu einem guten Bauchgefühl!

Du hast Fragen? Schreib uns gerne auf Instagram oder schicke uns eine E-Mail an hi@completeorganics.de


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FAQs
Was genau passiert bei der Fermentation?

Fermentation ist ein Prozess, bei dem organische Stoffe (z.B. Kohlenhydrate im Gemüse) durch Mikroorganismen (z.B. unsere Milchsäurebakterien) umgesetzt werden. Verschiedenste, uns sehr bekannte Lebensmittel wie z.B. Käse, Bier, Wein, Kombucha, Sauerteig, Essig, Kefir oder unser altbekanntes Sauerkraut und saure Gurken können daraus resultieren. Aber auch Fleisch oder Fisch kann fermentiert werden – siehe z.B. “Dry-Aged” Fleisch oder Salami.

Im Falle unseres Gemüses wird der biochemische Prozess dadurch angestoßen, dass das Gemüse mehrere Tage bis Wochen bei verschiedenen Temperaturstufen in einer Salzlake vom Sauerstoff abgeschlossen wird. In dieser Umgebung beginnen die, auf und in jedem Gemüse bereits vorhandenen Milchsäurebakterien zu arbeiten und produzieren bei der Spaltung der Kohlenhydrate Milchsäure. Die Milchsäurebakterien machen unser Produkt also lebendig und erfüllen drei Funktionen:

• Die von ihnen produzierte Milchsäure fungiert als natürlicher Konservierungsstoff.
• Somit zeichnen sie sich für den erfrischend sauren Geschmack unseres fermentierten Gemüses verantwortlich.
• Sie erfüllen viele positive Eigenschaften für unseren Körper und unsere Gesundheit.

Sind die Bakterienkulturen nicht gefährlich?

Nein, ganz und gar nicht – das komplette Gegenteil ist der Fall. Viele Studien belegen, dass derartige Ängste nicht angebracht sind, da bei weitem nicht alle Bakterien für unseren Organismus schädlich sind. So sind die meisten unserer lebenserhaltenden Körperfunktionen, allen voran die Verdauung, ohne die Unterstützung von bakteriellen Mikroorganismen gar nicht möglich. Auch wenn es uns nicht so bewusst ist, aber in unserem Körper tummeln sich unzählige gute, sogenannte probiotische Bakterien.
„Probiotische Ernährung“, die aus lebendigen Lebensmitteln wie fermentiertem Gemüse besteht, unterstützt also unseren Körper bei seiner täglichen Arbeit und ist ein wichtiger Zusatz zur, viel zu sterilen und industriellen modernen Ernährung.

Außerdem reduziert die produzierte Milchsäure den PH-Wert unseres Gemüses soweit, dass schädliche Keime wie z.B. Salmonellen oder E-Coli Bakterien keine Chance haben, sich zu bilden – lediglich unsere mikrobiotischen Milchsäurebakterien fühlen sich in dieser Umgebung wohl.

Wie wird unser fermentiertes Gemüse hergestellt?

Bereits vor tausenden von Jahren, als es weder industrielle Herstellung von Lebensmitteln noch künstliche Zusatzstoffe gab, wurde die Methode dazu genutzt, Gemüse haltbar zu machen. Dabei wird das Gemüse zu keinem Zeitpunkt gegart oder erhitzt und ist somit roh behandelt. Es wird lediglich geschält, geschnibbelt, mit den anderen natürlichen Zutaten vermengt und dann in Salzlake eingelegt.

An diesem Prozess hat sich bis heute und bei uns nichts geändert. Unsere Herstellung findet chargenweise in einer kleinen Manufaktur statt. Bei uns laufen die meisten Prozesse in Handarbeit und meist bei echter Vinyl-Musik, deren gute Vibes sich hoffentlich in unser Gemüse übertragen :) Insgesamt erinnert somit – außer hohen Hygiene- und Qualitätsstandards – nur ganz wenig an die moderne Lebensmittelindustrie … und das finden wir auch gut so.

Wo kommen unsere Zutaten her?

Wir verwenden ausschließlich beste, natürliche Zutaten. Soweit es die Erntezeiten von deutschem Gemüse zulassen versuchen wir, unser Bio-Gemüse überwiegend aus regionalem Anbau zu beziehen. Orientalische Zutaten und Gewürze beziehen wir ebenfalls ausschließlich aus Bio-Anbau und fairem Handel.

Da unser Gemüse ohnehin kleingeschnitten und geraspelt wird bemühen wir uns zudem, hauptsächlich “hässlich verwachsenes” Gemüse einzukaufen, das für den Groß- und Einzelhandel direkt nach der Ernte aussortiert wurde und ansonsten auf dem Kompost landen würde.

Wie unterscheidet sich unser Gemüse von handelsüblichen Konserven?

Im modernen Lebensmittelhandel ist „frisch“ fermentiertes Gemüse weitestgehend von Konserven verdrängt worden, die in Massenproduktion hergestellt und vor Auslieferung in die Läden mit Konservierungsstoffen behandelten oder ultrahocherhitzt wurden. Somit entsteht ein Produkt, das bei extrem langer Haltbarkeit ungekühlt im Regal stehen kann – für Hersteller*innen und Handel ein “logistisch einfaches” Produkt. Nachteil ist jedoch, dass dadurch viele Nährstoffe verloren gehen und insbesondere alle probiotischen Milchsäurebakterien abgetötet werden. Auch leidet darunter der Geschmack und die Konsistenz des Gemüses.

Unsere gesunde Alternative findest du ausschließlich im Kühlregal. Den entstehenden Mehraufwand für ein wesentlich komplexeres, lebendiges Produkt nehmen wir gerne in Kauf, da wir nur so die ausgesprochen positiven Eigenschaften unseres Gemüses entwickeln.

Welche positiven Eigenschaften für Körper und Gesundheit können sich durch den regelmäßigen Konsum von fermentiertem Gemüse ergeben?

Wer sich mit gesunder Ernährung beschäftigt, darf das Thema „Fermentation“ auf keinen Fall ignorieren, denn es kann einen wesentlichen Beitrag zu unserer Gesundheit leisten. Bei Integration in die tägliche Ernährung und regelmäßigem Verzehr von fermentiertem Gemüse können sich mehrere positive Eigenschaften für Gesundheit und Körper ergeben.

Fermentiertes …

… ist gut fürs Immunsystem
Im frischen Gemüse vorhandene Vitamine, Enzyme, Mineralstoffe und Spurenelemete bleiben weitestgehend erhalten und während des Gärprozesses entstehen sogar neue: Vitamin C und A, die sehr selten vorkommenden Vitamine B12 und K2, Omega-3-Fettsäuren, Calcium, wertvolle Enzyme sowie natürlich die aktivierten Bakterienkulturen.

Die probiotischen Milchsäurebakterien stärken und unterstützen die Darmflora und tragen damit zu einer grundlegenden Stärkung des Immunsystems – ausgehend von einem unserer wichtigsten Organe – bei.

… ist gut für Darm und Verdauung – Dein Darm dankt’s Dir
Während der Fermentation werden Kohlenhydrate zu Milchsäure abgebaut, weshalb fermentiertes Gemüse im Vergleich zu Rohkost besser verdaulich und bekömmlicher ist. So kann der Körper die zahlreichen Nährstoffe einer Mahlzeit viel besser verwerten. Im Resultat verspürst Du nach einer Mahlzeit mit fermentiertem Gemüse weniger Völlegefühl und Müdigkeit.

Bei einem „empfindlichen Magen“ wirken sich die Milchsäurebakterien zudem regulierend auf Verdauungsbeschwerden wie Blähungen oder Verstopfungen aus – don’t worry, pooh happy!

… kann dazu beitragen, Lebensmittelallergien und -unverträglichkeiten zu lindern
Über die beschriebenen positiven Eigenschaften für den Darm kann der regelmäßige Konsum von fermentiertem Gemüse chronische Beschwerden wie z.B. Laktoseintoleranz, Glutenunverträglichkeit oder Lebensmittelallergien mildern. Zudem hat fermentiertes Gemüse eine regulierende Wirkung bei (chronischem) Sodbrennen.

… unterstützt beim Abnehmen und Diäten
Langfristig wird unkontrollierter Appetit reduziert, indem „schlechte“ Hefepilze im Darm durch „gute“ Milchsäurebakterien ausgetauscht werden. Wenn die Darmflora im Gleichgewicht ist reduziert sich der Heißhunger auf Kohlenhydrate und Süßes. Fermentiertes Gemüse ist von daher ein ideales Lebensmittel zur Begleitung jeglicher Diät und zur Gewichts- & Fettreduktion im Allgemeinen.

… kann zu einem verbesserten Hautbild beitragen
Milchsäurebakterien tragen dazu bei, den Verdauungstrakt zu entgiften und wirken somit im gesamten Körper entzündungshemmend, so auch bei Erscheinungen wie Akne oder Neurodermitis. Der regelmäßige Verzehr von fermentiertem Gemüse kann also zu einem verbesserten Hautbild führen.

… kann einen Beitrag dazu leisten, schwerwiegenden Krankheiten vorzubeugen
Hier wollen wir uns ganz bewusst nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und keine übertriebenen Heilversprechen ausrufen, folgendes wird jedoch vielfach im Zusammenhang mit probiotischer Ernährung beschrieben:

Neben einem hohen Vitamingehalt sind auch zahlreiche Phytonährstoffe in fermentiertem Gemüse enthalten. Diese bioaktiven Substanzen schreiten in unserem Körper antioxidativ, immunstimulierend und gerinnungshemmend zur Tat. Mit diesen Eigenschaften können sie den wichtigsten aller heutigen Todesursachen wie Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegenwirken.

Ebenfalls weisen jüngste Studien darauf hin, dass der regelmäßige Konsum von probiotischen Lebensmitteln die Gehirnfunktion und kognitive Fähigkeiten verbessert sowie vielleicht sogar das Risiko senkt, an Demenz zu erkranken.
Auch gibt es Erkenntnisse, dass sich der regelmäßige Verzehr von probiotischen Milchsäurebakterien aufgrund der vielmals beschriebenen „Darm-Hirn-Achse“ positiv auf die Stressresistenz auswirkt und sogar bei Depressionen hilft. Anlass hierzu gibt die Produktion von Serotonin im Darm – ein Hormon das sich erwiesenermaßen positiv auf die Gemütslage auswirkt.

Wie viel fermentiertes Gemüse sollte ich pro Tag essen?

Um die volle Kraft von fermentiertem Gemüse zu entfalten solltest du langfristig eine tägliche Ration in deine Ernährung einbauen. Dabei reicht es bereits, ca. einen Esslöffel pro Tag zu verzehren. Spätestens wenn sich der Verdauungstrakt nach einigen Tagen auf die probiotische Ernährung eingestellt hat kann man die tägliche Menge aber ohne jegliche Bedenken nach Lust und Laune erhöhen. Aufgrund des Salzgehaltes solltest du jedoch nicht Unmengen unserer Gläser auf einmal verdrücken.

Bereits Kleinkinder können bedenkenlos fermentiertes Gemüse in Maßen zu sich nehmen – auch hier gilt, auf den Salzgehalt zu achten.

Kann fermentiertes Gemüse erhitzt werden?

Natürlich kann man fermentiertes Gemüse auch zum Kochen verwenden. Z.B. gibt es viele leckere Rezepte mit Sauerkraut oder Kimchi, jedoch gehen die meisten Nährstoffe durch das Erhitzen verloren und somit die gesundheitsförderlichen Eigenschaften unseres fermentierten Gemüses. Insbesondere die probiotischen Milchsäurebakterien sterben ab ca. 60 Grad Celsius ab. Von daher empfehlen wir, unser fermentiertes Gemüse stets „frisch“ und roh zu genießen.

Wie kann Completeorganics in die tägliche Ernährung integriert werden?

Completeorganics – Deine tägliche Portion gesund, direkt aus dem Glas mit langer Haltbarkeit und ohne lästiges Schnippeln – lässt sich ganz einfach in deine tägliche Ernährung einbauen, und zwar als …

… schneller Salat direkt aus dem Glas oder als Zutat für eigene Salatkreationen.

… Beilage zu Fleisch, Geflügel, Fisch oder vegetarischen Gerichten.

… Topping für Stullen, Sandwiches, Wraps, Burger, Tacos etc.

Melde dich zu unserem Newsletter an und du erhältst gratis regelmäßige, einfache Rezepte, die Dich in die Welt des fermentierten Gemüses einführen.

Wie lange sind unsere Fermente haltbar und wie werden sie am besten aufbewahrt?

Wir fermentieren unser Gemüse bei verschiedenen Temperaturstufen über mehrere Wochen. Um den, bei unveränderter Temperatur fortdauernden Fermentationsprozess weitestgehend zu “unterbrechen”, kühlen wir unser Gemüse nach Abfüllung in die Gläser konstant auf unter 8 Grad Celsius herunter.

Spätestens an dieser Stelle bedienen sich die meisten Hersteller von eingelegtem Gemüse unnatürlicher Konservierungsstoffe oder -methoden, um eben keine Kühlkette mehr einhalten zu müssen und jahrelange Haltbarkeit bieten zu können. Unser Gemüse gelangt dagegen entlang einer Kühlkette in das Kühlregal Deines Bio-Markts oder über unsere isolierten Pakete (siehe Infos zu Versand & Zahlung) direkt zu Dir nach Hause. Diese Kühlkette solltest Du auch zuhause, durch Aufbewahrung im Kühlschrank für den gesamten Zeitraum der, auf dem Glas angegebenen Mindesthaltbarkeitsdauer einhalten.

Zudem solltest du stets mit sauberen Gabeln oder Löffeln in das Glas gehen und nicht direkt aus selbigem essen. Beim Wiederverschließen am besten darauf achten, das Gemüse am Glasrand wieder herunter zu drücken, sodass keine einzelnen, am Glasrand in der Luft hängenden Stücke schimmeln können. Wenn Du dies einhälst ist das Gemüse auch nach dem ersten Öffnen noch lange im Kühlschrank haltbar – ungeöffnet sogar mindestens vier Monate.

Bitte beachte aber, dass die Fermentation auch bei reduzierter Temperatur nicht ganz gestoppt wird. Ähnlich einem guten Wein oder Käse kann sich der Geschmack durch fortschreitende Reifung über den Zeitraum der Mindesthaltbarkeit etwas verändern – aus unserer Sicht ist dies aber genau das tolle an unserem Produkt :)

Ist es schlimm wenn die Kühlkette unterbrochen wird?

Einmal fermentiert ist unser Gemüse sehr stabil und hält auch einige Stunden oder gar Tage ungekühlt durch – es ist also überhaupt kein Drama, wenn die Kühlkette einmal unterbrochen wird. Schließlich hatten die alten Seefahrer, die durch mitgeführte Sauerkraut-Fässer, oder Koreanische Reiter, die durch ihr Kimchi in der Satteltasche, diversen Krankheiten und Mangelerscheinungen entgegen wirkten, ebensowenig eine Kühlung wie auch Deine Oma nach dem Krieg keine im Keller hatte, dort aber dennoch über Monate ihr Sauerkraut lagerte.

Trotzdem haben wir uns selbst auferlegt, so gut wie möglich eine Kühlkette einzuhalten. Denn steigende Temperaturen führen zu steigender Aktivität der lebenden Milchsäurebakterien (Probiotika) in unseren Gläsern. Dadurch entstehende Gärgase können dann zum Aufblähen des Deckels und Auslaufen der Lake führen. Wie gesagt macht dies der Haltbarkeit unserer Fermente nichts aus, jedoch möchten wir natürlich, dass Dich unsere liebevoll gestalteten Gläser auch in ordentlichem Zustand erreichen.

Was tun, wenn sich der Deckel wölbt und der Inhalt sprudelt?

Da wir die Fermentation nach Abfüllung in die Einmachgläser nicht durch Erhitzen oder Zuführung von Konservierungsstoffen stoppen, sondern lediglich durch Kühlung reduzieren, können weiterhin Gärgase entstehen, die in Ausnahmefällen zu einer Wölbung des Deckels führen. Vielleicht wird es auch sprudeln, wenn Du das Glas zum ersten mal öffnest – das tut aber auch eine Flasche Sekt.

Darum gilt: if your ferment is sparkling like champagne – please don’t panic, that’s just organic!

All dies sind Zeichen für die Lebendigkeit und Bio-Aktivität unseres Produkts und hinsichtlich des Verzehrs völlig unbedenklich. Bist Du dafür nicht bereit empfehlen wir, weiterhin unspannende, sterile und industriell hergestellte Lebensmittel – dein Darm wird es dir nicht danken ;)

Hilfe, auf meinem Gemüse hat sich eine “weiße Schicht” gebildet – was ist das?

Vermutlich ist das kein Schimmel, sondern lediglich harmlose, natürlich entstandene Kahmhefe. Das kann bei frisch fermentiertem Gemüse gelegentlich passieren. Theoretisch kannst Du die Kahmhefe sogar mitessen, wir empfehlen aber, die “befallene” obere Schicht des Gemüses einfach abzutragen – alles was darunter liegt ist wirklich noch völlig bedenkenlos genießbar.

Wie kann ich meine Completeorganics-Gläser bestmöglich recyclen?

Unsere Sturzgläser musst Du nicht zwingend wegwerfen – in deinem eigenen Haushalt lassen sich unzählige Verwendungsmöglichkeiten finden. Allen voran können die Gläser in der Küche erneut zum Einsatz kommen, z.B. als Trinkgläser für Cocktails, zum Einmachen von Marmelade oder zur Aufbewahrung von Gewürzen. Sollte der Geruch der Fermente nicht aus dem gespülten Deckeln verschwinden, melde dich bei uns und wir legen Deiner nächsten Bestellung gerne einige frische Deckel bei.

Auch kannst du unsere Gläser aus dem Küchengebrauch heraus total kreativ umfunktionieren – ob zur Aufbewahrung deiner Stifte am Schreibtisch, als Windlicht auf dem Balkon oder als Topf für dein Basilikum am Küchenfenster. Nach Anlauf der Startphase wollen wir hierfür alsbald eine Pinterest-Wall erstellen und dort eure kreativen Ideen sammeln.

Solltest Du keine weitere Verwendung für unsere Gläser finden entsorge sie am besten folgendermaßen: Den Deckel separat in den Verpackungsmüll bzw. in den Gelben Sack werfen. Das Glas in den Weißglas-Container, davor jedoch NICHT ausspülen – “löffelrein” reicht aus. Einmachgläser müssen laut unseren Recherchen nicht sauber in die Sortieranlage oder zur Verbrennung. Das überflüssige Spülen verbraucht lediglich Energie und Wasser und belastet die Umwelt durch den Einsatz von Spülmitteln zusätzlich.

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